21 März Im Fokus der Zeit: Die Tradition des Fastens

Faszinierende Details zum Fasten
Fasten hat eine lange Tradition
Seit vielen Jahrtausenden gehört das Fasten zur Menschheitsgeschichte – von den Ägyptern der Antike, die es zur Reinigung nutzten, über griechische Denker wie Hippokrates, der es für die Gesundheit pries, bis hin zu religiösen Anlässen und Ritualen, etwa vor Ostern oder im Ramadan.
Der Körper im Sparmodus
Nach 12–14 Stunden ohne Essen greift Dein Körper zur Energiegewinnung auf Fettreserven zurück. Ketose entsteht – ein Zustand, bei dem dein Körper Fett in „Ketonkörper“ umwandelt, die als Energiequelle für Muskeln und Gehirn dienen. Einfach gesagt: Dein Körper wird zur eigenen Energiefabrik und nutzt das, was er schon gespeichert hat!
Die Autophagie
Durch das Fasten wird eine Zellreinigung eingeleitet, die Autophagie. Dabei bauen Zellen beschädigte oder überflüssige Bestandteile ab und verwerten intakte Elemente zur Regeneration. Dieser Mechanismus kann zur Zellverjüngung beitragen und spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit.
Hirnboost
Forschungen zeigen, dass Fasten die Konzentration steigern kann, da der Blutzuckerspiegel stabiler bleibt. Zudem bilden die gebildeten Ketonkörper dem Gehirn als alternative Energiequelle.
Neben dem Fasten von fester Nahrung gibt es noch weitere interessante Ansätze des Fastens. Zum Beispiel digitales Fasten (Verzicht auf Bildschirme, Social Media etc.), Konsumfasten, Informationsfasten, Redefasten. Die gängigsten Fastenformen hierzulande, die sowohl aus gesundheitlichen als auch aus spirituellen oder religiösen Gründen praktiziert werden, sind die folgenden.
Fastenformen
Intervallfasten (Intermittierendes Fasten)
Besonders populär ist das 16:8-Intervallfasten, bei dem 16 Stunden gefastet wird und in einem 8-Stunden-Fenster gegessen werden darf. Auch die 5:2-Methode (5 Tage normal essen, 2 Tage stark reduzierte Kalorienzufuhr) ist weit verbreitet. Diese Form wird oft wegen ihrer gesundheitlichen Vorteile, wie Gewichtsverlust oder verbesserte Stoffwechselgesundheit, gewählt.
Heilfasten
Das Heilfasten nach Otto Buchinger ist eine traditionelle Methode. Hierbei wird über mehrere Tage oder Wochen auf feste Nahrung verzichtet und stattdessen Gemüsebrühe, Säfte und Tees konsumiert. Es dient der Entgiftung und Regeneration des Körpers und wird oft in speziellen Kliniken oder zu Hause durchgeführt.
Christliches Fasten (z. B. vor Ostern)
Die Fastenzeit vor Ostern (40 Tage ab Aschermittwoch) ist eine der bekanntesten religiösen Fastenpraktiken. Viele Christen verzichten in dieser Zeit auf bestimmte Lebensmittel wie Fleisch, Alkohol oder Süßigkeiten, um sich spirituell zu reinigen.
Ramadan (islamisches Fasten)
Unter der muslimischen Bevölkerung ist der Ramadan eine bedeutende Fastenzeit. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird weder gegessen noch getrunken. Dieses Fasten hat sowohl religiöse als auch gemeinschaftliche Bedeutung und endet mit dem Fest des Fastenbrechens.
Saftfasten
Beim Saftfasten werden ausschließlich frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte getrunken. Es ist eine mildere Form des Heilfastens und wird oft von Menschen gewählt, die ihren Körper entlasten möchten, ohne komplett auf Nährstoffe zu verzichten.
Gemäßigtes Dinkelfasten nach Hildegard von Bingen
Die praktische Umsetzung des gemäßigten Dinkelfastens nach Hildegard von Bingen ist relativ unkompliziert und flexibel, da es keine strenge Kalorienbeschränkung oder völligen Nahrungsverzicht erfordert. Es geht vielmehr darum, den Körper mit „reinen“ und natürlichen Lebensmitteln zu entlasten und zu stärken.
Das Fasten ist eine beliebte Art sich körperlich und auch auf seelischer Ebene zu reinigen. Bevor Sie sich dafür entscheiden es einmal auszuprobieren wenden Sie sich am Besten an einen passenden Therapeuten oder schließen sich einer geführten Fastengruppe an. Meine Kollegin und ich werden eine solche Gruppe in Kürze anbieten. Bei Interesse melden Sie sich gern schon einmal bei mir.